Christian Burren
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Die SVP hat Christian Burren (SVP) als Top-Kandidaten nominiert. Bild: Franziska Scheidegger

SVP und SP sind in der Poleposition

Christian Burren (SVP) und Annemarie Berlinger-Staub (SP) kämpfen als Top-Kandidaten ums Könizer Gemeindepräsidium – als Gemeinderäte sind sie so gut wie gewählt.

Simon Preisig @simsimst 

derbund.ch/ | 19.11.2016 

Die Könizer Wahlen versprechen spannend zu werden. Weil vier der fünf Gemeinderäte – unter anderem Gemeindepräsident Ueli Studer (SVP) – nicht mehr antreten, ist die Ausgangslage sehr offen. Mit Christian Burren (SVP) und Annemarie Berlinger-Staub (SP) haben gestern die zwei wählerstärksten Parteien bekannt gegeben, wer für sie im Herbst 2017 das Gemeindepräsidium holen soll.

«Meine Stärke ist, Kompromisse zu finden», sagt Christian Burren. Er ist tatsächlich kein SVP-Hardliner: Politisch steht Burren der Mitte näher als viele seiner Parteikollegen. Zudem wurde er einst als Parteiloser auf der SVP-Liste ins Gemeindeparlament gewählt. Burren ist fest mit der Gemeinde Köniz verwachsen. Noch immer wohnt der 50-Jährige im Weiler Settibuch nahe der S-Bahn-Haltestelle Moos, im Haus, wo er auch aufgewachsen ist. Seit 2013 ist Burren nicht mehr im Könizer Parlament, amtet nun jedoch als Präsident der lokalen SVP-Sektion.

Mit Annemarie Berlinger-Staub tritt gegen Burren eine erfahrene Lokalpolitikerin an. Bereits seit 2005 sitzt die 44-Jährige im Könizer Gemeindeparlament. «Ich bin hart in der Sache und herzlich zu Menschen», sagt sie über sich. Berlinger-Staub wuchs in Schliern auf und zog dann 10 Jahre durch die Welt. Mittlerweile lebt die Mutter von drei Töchtern wieder in Köniz. Berlinger-Staub arbeitet zurzeit noch als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Bundesamt für Sozialversicherung.

Gemeinderatssitze fast auf sicher

Noch, weil sich Berlinger-Staub ihrer Wahl – zumindest als Gemeinderätin – ziemlich sicher sein darf. Laufen der SP nicht die Wähler in Scharen davon, wird die Partei auch kommendes Jahr bei den Gemeinderatswahlen locker ein Mandat erreichen. Bereits bei den letzten Wahlen machte Berlinger-Staub nach Hugo Staub – der nun nicht mehr antritt – am zweitmeisten Stimmen aller Könizer Parlamentarier. Mit dem Wahlkampf ums Präsidium dürfte sie zudem weiter an Bekanntheit gewinnen.

Spannend bleibt, wie gut sich Berlinger-Staub im Rennen ums Präsidium schlagen wird. Hier steht sie im ersten Wahlgang im indirekten Konkurrenzkampf mit dem bereits seit längerem fürs Präsidium nominierten Grünen Hansueli Pestalozzi. Anders als Rita Haudenschild vor vier Jahren kann Pestalozzi jedoch nicht auf den Bisherigen-Bonus als Gemeinderat setzen. Für den wahrscheinlichen zweiten Wahlgang ums Gemeindepräsidium müssen sich die Linken auf einen Kandidaten einigen, denn die Bürgerlichen werden vermutlich dasselbe tun.

Tun es SP und Grüne gemeinsam?

Auch eine Listenverbindung für den Gemeinderat zwischen Grünen und SP ist für die kommenden Wahlen noch nicht sicher. «Die Verhandlungen laufen», heisst es bei der SP. Entscheidend könnte eine solche auch für Christian Roth oder Markus Willi sein. Die beiden langjährigen SP-Gemeindeparlamentarier kandidieren auf der Gemeinderatsliste mit Berlinger-Staub. Dort sind sie nicht nur Stimmen-Lieferanten. Da die SP sich allenfalls auch ein Restmandat sichern könnte, hat der Bessere der beiden Chancen, gewählt zu werden.

Aus ähnlichen Gründen wie Berlinger-Staub dürfte sich auch SVP-Kronfavorit Burren seines Gemeinderatsitzes ziemlich sicher sein. Doch um das Gemeindepräsidium zu erreichen, muss auch er im ersten Wahlgang die inoffizielle bürgerliche Konkurrenz ausstechen. Mit dem als Mr. Spez-Sek bekannten Hans-Peter Kohler (FDP) hat er ernst zu nehmende Konkurrenz.

In Sachen Listenverbindung ist die SVP einen Schritt weiter als die SP: «Eine Allianz mit der FDP ist wahrscheinlich», sagt Burren. Er ruft zudem die BDP zum Schulterschluss auf. «Nur so können wir eine Mehrheit im Gemeinderat gewinnen.» Die BDP hält sich derweil noch bedeckt. Ob man wieder alleine antreten wolle, werde zurzeit diskutiert, heisst es auf Anfrage. Sicher sei jedoch: Auch die BDP wird noch einen Kandidaten fürs Gemeindepräsidium sowie eine Liste für den Gemeinderat nominieren.

Kommt es im Kampf um die Gemeinderatsmandate zu einer Verbrüderung von SVP, FDP und BDP, könnte es in der Mitte für Thomas Brönnimann (GLP) eng werden. Er kann jedoch als Einziger vom Bisherigen-Bonus profitieren. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.11.2016, 09:22 Uhr


Christian Burren